artists

Frederick Baker

"Ambient Cinema"
Eine variable Anzahl von Bildern, die parallel irgendwo im Raum projiziert werden, ermöglichen es dem Zuschauer im so genannten "Ambient Cinema" (im umbebenden oder umfließenden Kino) mehreren Szenen des Films zeitgleich zu folgen - ähnlich wie im realem Leben, bei dem sich die Handlung bekanntlich im 360 Grad Modus abspielt. Dem Zuseher wird es somit möglich, an verschiedenen Orten im Raum dem Spiel bzw. der unterschiedlichen Betrachtungsweise zweier oder mehrerer Personen zu folgen - er ist gleichsam in den Film eingebettet "wie ein Fisch im Wasser", so Baker.

Im "Ambient Kino" Bakers wird der Zuschauer quasi von seinem Tunnelblick befreit und ist aktiver als im herkömmlichen Kinogeschehen in den Film eingebunden. Somit können auch die Gedanken oder Erinnerungen der Protagonisten, wie im Fall von "Ruhetag", parallel wahrgenommen werden.

Doch auch Gefühle können beim "Ambient Cinema" verstärkt betont oder abgeschwächt werden wie es bereits im Juni 2005 in einem ersten Probedurchlauf auf dem Weg zum Bakers "Kino meiner Träume" mit dem Film "Third Man Remixed" im "Café Donau" geschehen ist. Durch die in verschiedenen Größen und Stellen im Raum erfolgten Projektionen von Holly, der die weinende Anna tröstet - einer bekannten Szene aus Carol Reeds "der Dritte Mann" - wurde "das Gefühl von absoluter umgebener Paranoia" gebrochen, so Baker.

Zur Person Bakers:
Frederick Baker, 1965 geboren in Salzburg, aufgewachsen in London, arbeitet als Kulturredakteur, Buchautor und Filmemacher. Seine vielfach preisgekrönten Filme liefen auf zahlreichen internationalen Festivals. Baker lebt in Wien.

Lichttapete

LICHTTAPETE ist eine in österreich wirkende Künstlerformation, die zu den bedeutendsten Vertretern der so genannten Visualisten-Szene zählt, die sich in den letzten Jahren zunehmend etabliert hat

Sowohl im Event- als auch im Kunstbetrieb nimmt der Betrachter meist eine völlig passive Haltung ein und spielt zumeist nur eine Rolle als Konsument. Anders bei den Installationen von Lichttapete, wo mittels eines Aufgebots an umfangreichem technischem Equipment Räume neu inszeniert werden und der Betrachter automatisch in das Geschehen miteinbezogen wird. Die Installation schafft eine Art zweite Haut aus Licht, die nicht nur den Raum neu definiert, sondern den Besucher selbst zum Projektionsträger werden lässt. Dieser kann mit seinem Körper das Szenario beeinflussen, indem er durch bewusste oder unbewusste Bewegungen mit seinem Schatten den Raum erneut verändert.

Technisch gesehen agieren die Künstler von Lichttapete, Hannes Menneweger, Tim Schmelzer und Marcus Zobl, wider den Mainstream. Digital erstelltes Material wird mittels Fotografie analogisiert und mithilfe zahlreicher Diaapparate in den Raum projiziert. Im Gegensatz zur rein digitalen Projektion wird durch dieses Verfahren eine gewisse Weichheit der übergänge von Bild zu Bild erzielt, die dem Werk eine gewisse Wärme verleiht. Mittels dieser "Lichttapeten" wird das Umfeld neu kreiert und in Räume der Ruhe Begegnung und Kommunikation transformiert.

Thematisch bezieht sich das Künstlertrio im Besonderen auf die örtlichkeit an sich, die Wirkung des Raumes und dessen eigene virtuelle Ausstrahlung. So gewinnen Räume eine neue Identität, indem ihre Architektur in Struktur und Eigenartigkeit verstärkt wird. Sternenhimmel überzogene Räume, in einen Dschungel transformiertes Gewölbe oder ein mit virtuellen Kolibris verziertes klassisches Bauwerk. Projektionen setzen normalerweise einen Raum voraus. Anders verhält es sich bei bewegten Objekten, wenn Menschen an sich zur Projektionsfläche werden. Lichttapete richtet ihre Projektionen häufig in die Menschenmenge. Bespielt mit kleinen Icons wird man selbst zur Leinwand, zum Träger einer gemeinsamen Botschaft, ja selbst zum Kunstwerk.

Pixkompressor

Das Duo "Pixkompressor" nennt sich selbst "analoge und digitale Raumausreizer" und besteht aus HNS, der sich neben der Arbeit an analogen Projekten als ein Drittel von Lichttapete seinen Ausgleich im digitalen VJing sucht und sich dabei mit möglichst schnellen Bildfolgen austobt. Stefano Sartori hat sich nach einer Karriere als Drum'n'Bass DJ dem VJing zugewandt und ist vor allem für seine hausgemachte VJ Software "textmachine 3d" bekannt.


www.pixkompressor.com

a.moebius

8mm Projektion

Clemens Resinger alias a.moebius
Geb. 1976 in Klagenfurt/ Kärnten
Lebt und arbeitet seit 2000 in Wien

Gründungsmitglied der Gruppe "Shadowwalker" "SW": eine von drei Medienkünstlern genutzte Plattform, zur Entwicklung, Produktion und Präsentation eigener Arbeiten.

Mitgründer- und Veranstalter des internationalen Kurzfilmfestivals "Unexplored".

Lisa Malle

Lisa Malle
Projektionskunst und Live-VJ

1991-97 Höhere Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Textilindustrie, Abt. Textildesign - www.spengergasse.at
1999 - 2006 Studentin an der Universität f. angewandte kunst, MKL für Malerei, Tapisserie und Trickfilm, Prof. Attersee

Seit 2002 enge Zusammenarbeit mit Fritz Fitzke,

Ausstellungen und Kooperationen:
2000, 2001 diverse Ausstellungen im Schikaneder Kino
Mitglied der Künstlergruppe Quidditas, in diesem Rahmen
2001, Zeitwenden
2001, Baumgasse
2009, Salon Projektionist "No Words"

Isabella S. Minichmair

Mag. Isabella S. Minichmair

  • Studium der Malerei und Grafik an der Kunstuniversität Linz
  • Studienreisen nach Südamerika, Italien und Spanien
  • Gründungsmitglied der Gruppe KOBALT
  • Gründungsmitglied der Kooperation LAMAT
  • Mitgründerin und Referentin der Linzer Fotoakademie "Schule des Sehens"
  • Vorstandsmitglied der Fotografischen Gesellschaft Oberösterreich
  • Nationale und internationale Ausstellungen/Beteiligungen
  • Ankäufe öffentlicher und privater Sammlungen
  • Arbeitet als freie Kunstschaffende, Kuratorin und Kunstvermittlerin
  • Seit 2008 Dissertationsstudium an der Kunstuniversität Linz

Kurt A. Pirk

Kurt A. Pirk
Medienkünstler
Label: sixpackfilm / eye|con

Kurt A. Pirk, studierte Malerei, Grafik und Digitale Medien an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Seit 1996 freischaffender Medienkünstler und Filmemacher, lebt und arbeitet in Wien und Linz. Im Zentrum seiner Arbeit steht digitale Fotografie / Video / Computergrafik und Medientheorie / Medienphilosphie. Mitglied bei der Austria Filmmakers Cooperative / sixpackfilm und eye|con Wien. Ausstellungen und Filmvorführungen im In- und Ausland. Unterrichtet an der Kunstuniversität Linz und Fachhochschule Hagenberg Digitale Medien.

Nowemba

Vor fünfzehn Jahren entdeckte Nowemba ihre Leidenschaft für das Fotografieren. Dies stellt für sie neben der Herstellung von bewegten Bildern - live Visuals im Club und Kunst Kontext - und deren Symbiose mit elektronischer Musik die beste Möglichkeit dar, ihr kreatives Potential voll auszuschöpfen. Als Teil des Künstler-Labels "Club7" und Eye|Con ist sie für ihren eigenen ausgeprägten Visualisierungsstil bekannt:
Nowemba kombiniert Bilder mit selbst verfassten Texten oder führt verschiedenste Medien zu temporären zeitgebundenen Shorttime-Installationen zusammen.

4youreye

4youreye
LIVE VISUAL PERFORMANCES SINCE 1993

4youreye wurde bereits in den frühen 90er Jahren gegründet undbasiert auf der Rave-, Ambient- und Clubkultur dieses Jahrzehnts Seit der Gründung vor nun mehr als 10 Jahren hat sich 4youreyenicht nicht nur im eigenen Land einen Namen gemacht haben, sondern kann auch international auf viele erfolgreiche Auftritte in Europa undAsien zurückblicken. Die 2er Crew steht für schnelle Hardcuts und unkonventionelle Bildfolgen, reißt Bilder, die wir aus alten Sehgewohnheiten zu kennen glauben, aus dem Zusammenhang, um sie in einem anderen Kontext völlig neu entstehen zu lassen. Das, was Musik auszudrücken vermag, wird hier in ständig wechselnden Bildteppichen wiedergegeben. Gearbeitet wird grundsätzlich live, also in Echtzeit produzierte FX. Intentionist es, Sound und Visuals zu einer Einheit werden zu lassen; Musikwird sichtbar und kann ganz anderes erlebt werden. Es entstehen zeitgebundene Unikate, gespeist aus Computeranimation, TV-Samples und eigen produziertem Material. Gefundenes, Erfundenes und wiedergefundenes dienen als fragmentarische Versatzstücke aus denen mit Sammelwut und Umdeutungskraft eine verwirrende Vielfalt geschaffen wird. Geschichte wird als unendliches, babylonisches Archiv der Bilder, Medien, Sounds und Zeichen begriffen, um die offenen Räume der Zukunft zu erkunden. Ästhetisch bezieht sich 4YourEye in ihren non linearen und raumgreifenden Konzeptionen auf die abstrakten Kunstfilme der 20er Jahre, den literarisch und politischen Cut-up und Collagentechniken der Experimentalfilme der 50er und 60er Jahre, dem audiovisuellen Gesamtkonzept der Happening-Kunst und Rockkonzerten der 70er Jahre, sowie dem Live-Konzept der Video-Scratcher in den Londoner Clubs der 80er.

4youreye ist weiters in folgenden Bereichen tätig:

Bildwerk

Bildwerk, erst 2006 gegründet, ist ein VJ-Duo bestehend aus den Brüdern Benjamin und Leonard Pokropek. Eine außergewöhnliche Mischung aus optischen Alltagsrhythmen an verschiedensten Schauplätzen, abstrakten Animationen und Farben ist der Versuch das Ergebnis einer Bildwerk Visualisierung zu beschreiben. Als Rohstoff dafür dienen selbsterlegtes Bildmaterial - genauso wie Vintage-Movies oder die vielfältigen Möglichkeiten von Animations- und Grafiksoftware.

Christina Goestl

Christina Goestl ist elektronische Medienkünstlerin, kreiert interaktive Applikationen und offene Systeme, spielt mit Bildern (s.EXE interactives, visual sequencer, female:pressure mak night 2008, ars electronica 2001), Worten (www.club-ware.net - gemeinsam mit Boris Kopeinig), Zeichen (viva la vulva recoded, Moderna galerija Ljubljana 2008) und elektronischer Tanzmusik. Sie ist Netznomadin, lebt in der EU und besitzt einen akademischen Titel.


www.clitoressa.net c[at]clitoressa[dot]net

Sarah Rechberger ~ Maria de la Barrera

Sarah Rechberger ~ Maria de la Barrera (de la barrera übersetzt: von der Grenze - der Name führt auf ihre mexikanischen Wurzeln zurück) verbindet mehrere Ebenen des kreativen Ausdrucks wie visuals, vocals, Installation, Tanz, kinetische Lichtinstallation/-skulptur. Ihr Performanceraum "Frameroom" entstand 2006/2007 inspiriert durch intensive Träume und diente ihr als Vehikel ihrer audiovisuellen Reise. Ein Flugkörper, der nur sein Ziel erreicht hat, wenn er das Publikum mitnimmt. Sowie die Grenzen des Meeres - die Wellen - spielen in ihrer Arbeit eine bedeutende Rolle. Ihr Gesang hat eine eigene Schwingung, Sprache und ist reine Improvisation, die im Moment entsteht. Das Oszilloskop gibt diese Schwingung wieder.

"Fliege, leuchte und oszilliere mit mir."

seit 2005 Universität für angewandte Kunst, Wien/Transmediale. Kunst– Prof. Brigitte Kowanz

2004-2005 Technische Universität, Wien/Architektur

www.myspace.com/mariadelabarrera9