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Didi Sommer

Mittwoch, 8. Juli 2009 ab 19 Uhr, Start der Performance 20:14 Uhr

"Ganzkörperlesung und Ganzraumprojektion"
- eine visualisierte Lesung von Didi Sommer mit Projektionen von Gery Herlbauer alias 4youreye



EINLADUNG




"Ganzkörperlesung und Ganzraumprojektion" by Didi Sommer und Gery Herlbauer alias 4youreye




Didi Sommer - ein Ganzkörperslammer

Didi Sommer wurde 1975 in Steyr als Dietmar Sommer geboren, ist im Mühlviertel aufgewachsen, lebt und arbeitet aber in Wien weil es im Mühlviertel keine Arbeit gibt für ihn. Als seine jungen Eltern sich entschlossen zu heiraten hat sich der Sommer verändert, er hieß ab sofort Ebenhofer und so tut er dies im wirklichen Leben immer noch. Nichts desto trotz spricht er fließend Mühlviertlerisch und Deutsch und ein bisschen Englisch und ist in lyrischen, visuellen, grafischen, sowie technischen Bereichen der Kunst und vor, auf, hinter und unter der Bühne tätig in stehender, sitzender, liegender und manchmal auch kopfstehender Weise zu sehen. Er hat schon einige Lesungen miterlebt ("Lesen rund um die Burg 2004", Literatur in der Kellergasse, Festival 21,...) und ist in der Poetry Slam-Szene kein Unbekannter mehr. Von April 2005 bis September 2006 organisierte er zusammen mit Mademoiselle Bücher den monatlichen Poetry Slam "PostSkriptum" in Linz. Seit November 2006 tut er selbiges jedoch mit Linda Wallner und mit sechs Gleichgesinnten hat er im Jahre 2007 den Verein PostSkriptum zur Förderung der Poetration des geschrieben Wortes und der gesprochenen Schrift (www.postskriptum.at) gegründet.

Im April 2008 stand er zwischen anderen im Theaterforum Schwechat mit den "Tellerstücken" auf der Bühne, wo er auch ein fixer Teil des von Johannes C. Hoflehner ins Leben gerufenem "Dienstag nach Vorschrift" ist. Seit drei Jahren leitet Didi Sommer unter anderem die monatliche Schreibwerkstatt des AUGUSTIN und zwischendurch arbeitet er immer noch an seinem ersten Hör- Buch... Markus Köhle, ein begnadeter Slamkollege, beschrieb den Sommer einmal wie folgt: Didi Sommer macht physical poetry, ist also ein Ganzkörperslammer...



Gery Herlbauer (4youreye) - ein VJ und bekennender Projektionist über sich

Im Werkschulheim Felbertal wurde mein Interesse zum Industrial Design geweckt. Dieses Fach wurde von Manfred Krug unterrichtet und ich verfasste meine Hausarbeit zu diesem Thema. Ich beschloss mich nach dem Abschluss des WSH an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz zu bewerben, wo ich in der Meisterklasse Metall aufgenommen wurde. (1989 - 1992 Besuch der Kunstuniversität Linz, Meisterklasse Metall unter der Leitung von Helmuth Gsöllpointner). Während des Kunststudiums an der Linzer Kunstuniversität lernte ich verschiedene gestalterische Techniken kennen, meine Professoren waren Helmuth Gsöllpointner (Meisterklassenleiter), Christian Fenzel (Design), Gerhard Kogler, Stefan Brandtmayer, Herbert Lachmaier, Wolfgang Flaz, um nur einige zu nennen. Aufgrund des schon im Alter von 13 Jahren beginnenden Interesse für Computer gingen meine Forschungen immer mehr in diese Richtung und ich begann, die Verbindung von computergenerierten Grafiken in Zusammenhang mit elektronischer Musik zu entwickeln. Generell wurde der Computer zu meinem "Lieblingswerkzeug" und ich erstellte immer mehr Projekte auf der Kunstuniversität mit diesem Medium. Die Verwendung dieses damals neuen Instruments wurde aber nur zum Teil oder um ehrlich zu sein gar nicht akzeptiert und das brachte mich letztendlich dazu, den Abschluss an der Kunstuniverstät nicht zu machen und meine Forschungen und Entwicklungen im Bereich des Vjing in autodidaktischer Weise fortzuführen.

1993 hatte ich meine erste Öffentliche Aufführung der damals von mir genannten Live Video Animation. Ich verwendete mehrere Computer und verschiedene Programme, die es mir ermöglichten, meine Empfindungen und Emotionen wie mit einem Musikinstrument gespielt in Bilder und Farbwelten umzusetzen, die gesamte Performance war in Echtzeit manipulierbar und wurde mit einem Videoprojektor auf eine Leinwand projiziert, die über dem DJ angebracht war und dadurch ein zentrales Element der Veranstaltung darstellte. Die Gestaltung der Videoprojektionen waren in der Gesamtheit der Darbietung immer etwas Einzigartiges und in dieser Art nicht reproduzierbares Werk. Mir war und ist es auch heute wichtig, dass die gesamte Performance live dargeboten wird und nicht nur eine Wiedergabe von vorproduziertem Material ist. Es ist ein prozessbasiertes künstlerisches Arbeiten hauptsächlich ästhetischer und technischer Natur. Der Bogen meiner Visualisierungen spannt sich von elektronischer bis hin zu klassischer Musik und beinhaltet seit kurzem auch Lesungen. www.4youreye.at